Muße - was war das noch mal?

 

Meiner Ansicht nach fällt das Wort Muße mehr und mehr aus unserem angewandten Wortschatz heraus. Wenn man Dinge nicht mehr verwendet oder wenn Verhaltensweisen aussterben, dann gehen auch die dazugehörigen Wörter und Begriffe verloren, denke ich mir. Ich beobachte, wie gehetzt Menschen durch den Tag laufen und wie erstaunt sie mich ansehen, wenn ich sie frage, ob sie gelegentlich etwas mit Muße tun können.

 

Ein möglicher Wegbereiter der Muße ist ein Ort, der angenehm ist. Das kann das Wohnzimmer sein, das WG-Zimmer, die Wohnküche. Ein wesentlicher Punkt dabei ist, dass in diesem Raum nur Dinge sind, die man gerne ansieht und die man verwendet. Dinge, die Sinn machen, weil man sich gerne mit ihnen beschäftigt. Dinge, die Freude machen, die beflügeln. 

 

Auch ein Arbeitszimmer kann eine gewisse Ruhe ausstrahlen, wenn Papiere aller Art, bearbeitet, sortiert und wiederauffindbar sind. Und wenn lange aufgeschobene Fragen, wie Buchhaltung und Anträge, ordentlich beantwortet sind.

 

Es geht mir um innere Ruhe, um mehr Klarheit in den persönlichen Gedanken und Wünschen, um Entscheidungsfreude durch die persönlich wiederbelebte Intuition und um Muße.

 

Das ist meine Vision, an der ich mit Menschen arbeiten möchte.