Kundalini Yoga - langsam und in Ruhe

 

Was hat Yoga mit Aufräumen zu tun?

 

In den letzten Monaten sind immer wieder Menschen zu mir gekommen, die mich um eine Übung gebeten haben, weil sie Schmerzen in den Regionen Nacken, Schultern, Rücken hatten. Ich habe eine Zeitlang überlegt, wie ich darauf reagieren kann, weil Yoga ein ernst zu nehmendes System von Übungen und Abläufen ist und darum nicht "mal eben" zwischen Bratkartoffel und Bulette ausgeführt werden kann. 

 

Nach Jahren der Erfahrung mit Yoga - in Gruppen, alleine, als Lehrerin, als Schülerin, in Seminaren, 40tägigen Meditationen, mit Fasten und besonderer Ernährung - bin ich zu folgendem Schluss gekommen: Es war zu viel für mich. Es war zu extrem. Es ging mir manchmal zu schnell. Eine Art Leistungsdruck kam bei mir auf. Und eine Überflutung von Übungen, Meditationen und anderen Aufgaben. Und doch wusste ich, dass Yoga eine ganz wunderbare Technik ist, um Schmerzen zu lindern und zu lösen und um sich besser und gut zu fühlen. - Ich machte eine mehrjährige Pause. Und dann kam der Neubeginn. Langsamer, reduziert und in Ruhe.  

 

Ich gebe jetzt Einzelunterricht. Und ich sehe, wie sich die Menschen, denen ich Übungen und Übungsreihen gezeigt habe, neu sortieren. Sie sind zufriedener und klarer. Werden ruhiger, wenn Schmerzen nachlassen. Können wieder besser schlafen. Können wieder besser ihre jeweilige Situation überblicken. Das hat für mich viel mit Aufräumen zu tun.